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Sakramente begleiten unser Leben

In den Sakramenten erinnern wir uns und bringen wir zum Ausdruck, dass Gott in dieser Welt gegenwärtig ist. Das lateinische Wort „sacramentum“ bedeutet u.a. „feierlicher Treueeid mit Hilfe eines glaubwürdigen Zeichens“.

In der katholischen Kirche ist ein Sakrament ein Vorgang, bei dem Gott als der sich in Christus Schenkende gegenwärtig handelt und erfahrbar wird. Ein Sakrament wird gültig gespendet "ex opere operato", durch die vollzogene Handlung, ungeachtet des Glaubens oder moralischen Charakters des Zelebrierenden oder Empfängers. Es entfaltet allerdings seine Wirkung je nach Disponiertheit und freier Zustimmung des Empfängers. Die Zahl der Sakramente ist seit dem 13. Jahrhundert auf sieben festgelegt und damit von den vielfältigen Sakramentalien abgegrenzt:


• Taufe

• Firmung

• Eucharistie

• Beichte (Sakrament der Versöhnung)

• Ehe

• Sakrament der Weihe - in den drei Stufen der Diakon-, Priester- und Bischofsweihe

• Krankensalbung (früher auch letzte Ölung genannt)


Nach katholischer Auffassung schenkt in einem Sakrament Jesus Christus sich selbst, d.h. die am Kreuz umfassend gewordene Erlösungsgnade, und heiligt so das Leben der das Sakrament Feiernden. Die Einsetzung der einzelnen Sakramente kann dabei in Worten, aber auch in Taten und Gesten Christi bestehen.
Darüberhinaus sind drei Dinge für ein Sakrament konstitutiv: die Materie, die Form und der Spender mit der Absicht 'zu tun, was die Kirche tut'. Die Materie ist eine sinnlich wahrnehmbare Sache wie das Wasser bei der Taufe, die Handauflegung bei der Priesterweihe oder Öl und Balsam bei der Firmung. Die Form sind die festgelegten Worte, die der Spender des Sakraments ausspricht. Der Spender schließlich ist die Person, die das Sakrament vollzieht, beispielsweise bei der Beichte und Krankensalbung ein Priester oder bei der Ehe Braut und Bräutigam.





Mittwoch, 22. November 2017