Glockengeläut

Am Ostersonntag läuteten die Glocken von St. Hubertus zehn Minuten lang. Es war also nicht das kurze alltägliche Mittagsläuten, sondern es sollte – nach dem Schweigen der Glocken in letzter Zeit aufgrund der Pandemie – an den Tag der Auferstehung Christi und damit an unsere urchristliche HOFFNUNG, dass ER immer mit uns ist, erinnern – auch und gerade in dieser Zeit der Krise, die wohl noch lange weltweit andauern wird.

Das unübersehbare Zeichen (s. Foto) soll nun im Nachhinein deutlich machen, dass wir in unserer Pfarre – ohne öffentliche Osternacht – zumindest am Höhepunkt des Osterfestes mit dem langen Glockengeläut verbunden – unsere Osterkerze gesegnet und mit der ganzen Pfarrgemeinde verbunden gebetet und die FREUDE der Osterbotschaft besungen haben.
Der Schock der Epidemie-Krise, die sich rasend schnell zu einer weltweiten Pandemie entwickelt hat und verbunden ist mit dem vielen Leiden und Sterben, ist nach dem letzten öffentlichen Gottesdienst in unsrer Pfarre durch das Ausschalten des gesamten täglichen Geläutes (für betroffene Stille und Schweigen!) zum Symbol dafür geworden, dass wir (noch lange nicht) zur „Tagesordnung“ übergehen können.

„Beredtes und betroffenes Schweigen“ durch die Glocken ist ein Symbol dafür, dass uns allen in dieser Zeit einiges (auch Liebgewordenes) fehlt, dass wir uns um- und neu einstellen müssen oder auch verzichten müssen…
Ich hoffe und wünsche uns allen, dass wir spätestens nach der Krise gestärkt und mutig wieder in sichtbarer Gemeinschaft Gott die Ehre geben können „mit allem, was wir dazu einbringen können (auch dass die Glocken uns dann wieder zum Gottesdienst zusammenrufen: Kom-met, kom-met…). Bis dahin sind wir eingeladen, bewusst „Hauskirche“ zu sein (dazu der Artikel „Hausgebet“).

Mit dem Segen und der Freude des Auferstandenen grüßt Sie alle
P. Bernhard



2 Kommentare
  1. Brigitte Sima sagte:

    Voll Freude habe ich heute dem Klang unserer Kirchenglocken gelauscht! Endlich! Nach Wochen des Schweigens – mit Ausnahme von Ostersonntag um 12:00 – klingen sie wieder!
    Ein Gruß, ein Trost, eine Unterstützung im Glauben – gerade in der jetzigen Zeit ein wunderbares Zeichen! Wir sind behütet, niemand ist allein!
    Vielen, vielen Dank an alle Beteiligten, die das möglich gemacht haben!
    Alles Liebe an alle und Gesundheit!
    Brigitte Sima 🙂

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  2. Fritz Hintermayer sagte:

    Lieber Pater Bernhard,
    beim Entzünden der Osterkerze hast Du das Schweigen des Geläutes festgelegt.
    Das hat mich doch noch beschäftigt, und ich bin zu folgendem Vorschlag gekommen:
    Die Glocke könnte doch an Sonntagen um 10h kurz leuten, also etwa zur Zeit der Kommunion.
    Damit wäre die Kirche nicht gänzlich zum Schweigen verurteilt.
    Ich höre sie zwar kaum in meinem Haus in der Friedenstadt, aber wenn ich sie hören will, dann höre ich sie.
    Ich erwarte jetzt nicht unbedingt,daß Du wieder umdisponierst. Es war nur so ein Gedankenspiel…
    Mit herzlichem Gruß
    Fritz Hintermayer

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